
Die Hochschulsysteme der einzelnen Staaten der Welt sind auf unterschiedliche Ausbildungsziele orientiert und sie sind vor allem sehr unterschiedlich strukturiert und organisiert. Diese Unterschiede spiegeln sich in darauf abgestellten nationalen Statistiken über Bildungs- bzw. Hochschulsystemen wider. Mit den Ergebnissen dieser nationalen Statistiken können Vergleiche zwischen Bildungs- und Hochschulsystemen verschiedener Staaten unmittelbar nicht vorgenommen werden, wie sie in "Wissenschaft weltoffen" im Kapitel "Internationale Mobilität" erforderlich sind.
Um solche Vergleiche mit tolerierbaren Ungenauigkeiten in den Daten zu ermöglichen, müssen die nationalen Daten einander angeglichen, vergleichbar gemacht werden. Dies geschieht mit der ISCED-Klassifikation 97. Dabei handelt es sich um eine UNESCO-Taxonomie als Kodierungsschlüssel für eine international vergleichbare hierarchische Anordnung von Bildungsstufen, denen Bildungseinrichtungen der einzelnen nationalen Staaten zugeordnet werden. Die ISCED-Ergebnisse weichen i.d.R. von Ergebnissen der nationalen Statistiken bei gleicher Begrifflichkeit ab. Die Zahl der für Deutschland mit Hilfe der ISCED-Klassifikation ermittelten Studierenden ist i.d.R. höher als die von der deutschen amtlichen Hochschulstatistik ausgewiesenen Studierendenzahl, weil Schüler von Einrichtungen, die in Deutschland dem Bereich der Berufsausbildung zugeordnet werden, nach der ISCED-Klassifikation dem international definierten Hochschulbereich zugerechnet werden. Mit der ISCED-Klassifikation werden Daten nationaler Statistiken auf international vergleichbare Daten umgesetzt. (www.unesco.org/education/information/nfsunesco/doc/isced_1997.htm)
