Deutsche Studierende im Ausland seit 1991

Im Jahr 2023 hat das Statistische Bundesamt rund 137.200 deutsche Studierende im Ausland erfasst, seit dem Höchststand 2016 mit rund 141.200 Studierenden ist diese Zahl somit um etwa 3% zurückgegangen. Seit 1991 hat sich die Zahl der deutschen Auslandsstudierenden jedoch vervierfacht, seit 2000 mehr als verdoppelt. Bei diesen Studierenden handelt es sich überwiegend, aber nicht ausschließlich um Studierende, die einen Abschluss im Ausland anstreben.

Beim Blick auf die Entwicklung der Zahlen deutscher Auslandsstudierender wird deutlich, dass im Zeitraum zwischen 2002 und 2010, also während der Einführung des neuen, gestuften Studiensystems, überdurchschnittliche Zuwachsraten von 10% und mehr pro Jahr erreicht wurden. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der Auslandsstudierenden an allen deutschen Studierenden von 3,3% auf 5,6%. Dies spricht dafür, dass die durch das neue Studiensystem eröffnete Option, im Anschluss an ein Bachelorstudium im Inland mit einem Masterstudium im Ausland fortzufahren, von vielen Studierenden genutzt wurde. Seitdem die Einführung der neuen Abschlussarten aber vollendet ist, stieg die absolute Zahl der deutschen Auslandsstudierenden jedoch nicht weiter an. Ihr Anteil an allen deutschen Studierenden ist – auch aufgrund der bis 2015 weiter steigenden Studierendenzahl im Inland – sogar leicht gesunken, auf 5,2% im Jahr 2023.