Internationale Wissenschaftler/innen an öffentlichen Hochschul- und Forschungseinrichtungen wichtiger Gastländer

Die Datenlage zu internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den jeweiligen Gasthochschulen im Ausland fällt deutlich schlechter aus als die entsprechende Datenlage zu internationalen Studierenden. Bislang existiert hierzu keine international vergleichbare Statistik der UNESCO oder der OECD wie zur weltweiten Studierendenmobilität. Dies ist insbesondere dadurch zu erklären, dass in vielen Ländern das internationale Hochschulpersonal bislang nicht differenziert genug erfasst wird (z. B. in Bezug auf die Herkunftsländer).
Im Rahmen von Wissenschaft weltoffen wurde deshalb eine Recherche zum (angestellten) internationalen Wissenschaftspersonal an öffentlichen Hochschul- und Forschungseinrichtungen wichtiger Gastländer durchgeführt. Beim Vergleich dieser nationalen Daten ist zu beachten, dass sich die Definitionen des erfassten Wissenschaftspersonals bzw. der betreffenden Hochschul- und Forschungsinstitutionen von Land zu Land unterscheiden. Angestrebt wurde bei der hier durchgeführten Datensammlung – soweit möglich – die Erfassung des angestellten hauptberuflichen internationalen Wissenschaftspersonals.
Betrachtet man die 15 Gastländer, zu denen Daten für das Jahr 2022 ermittelt werden konnten, so erweisen sich die USA mit rund 90.900 internationalen Wissenschaftler/innen an ihren Universitäten als das mit Abstand wichtigste Gastland. Es folgen Deutschland (79.700), das Vereinigte Königreich (74.100), die Schweiz (32.700) sowie Frankreich (18.500) und Österreich (15.000). Weiterhin waren in den Niederlanden 10.145, in Japan 9.667, in Schweden 6.675, in Spanien 6.242, in Südkorea 6.021, in Finnland 5.559, in der Türkei 3.132, in Italien 3.047 und in Portugal 1.688 internationale Wissenschaftler/innen an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen angestellt.