Andreas Genoni ist Soziologe und arbeitet am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Deutschland. Kürzlich hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Didier Ruedin eine Analyse mit dem Titel „When expectations backfire: Unmet migration expectations and changes in the destination attachment of recent immigrants to Switzerland“ veröffentlicht. Hierin untersuchen die beiden Autoren den Zusammenhang zwischen den Erwartungen von Zugewanderten an die Schweiz als Einwanderungsland und die emotionale Bindung dieser Personen an die Schweiz im Zeitverlauf. Im Interview mit uns erläutert Andreas Genoni, was es mit dem hierbei wichtigen „Integrationsparadox“ auf sich hat, was aus seiner Sicht die zentralen Befunde der Analyse sind und welche Schlussfolgerungen man hieraus für die politische Praxis ziehen kann.
Vor genau einem Jahr wurde Donald Trump zum zweiten Mal als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ins Amt eingeschworen. Welche Auswirkungen hat die Politik seiner Regierung seitdem auf die Hochschul- und Wissenschaftssystem der USA gehabt? Sind die Vorwürfe, Hochschule wie die Harvard University gingen nicht ausreichend gegen antisemitische Aktivitäten auf ihrem Campus vor, gerechtfertigt? Und wie wirkt sich die zweite Amtszeit Donald Trumps ganz konkret auf die Arbeit von internationalen Forschenden an Hochschulen in den USA aus? Diese Fragen haben wir mit dem deutschen Harvard-Forscher Mathias Risse besprochen, Professor für Menschenrechte und Philosophie sowie Direktor des Carr-Ryan-Zentrums für Menschenrechte an der Harvard University.
Dr. Isabelle Schiffer-Fiedler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dort Teil des Teams der National Academics Panel Study (Nacaps). Gemeinsam mit ihrer DZHW-Kollegin Marie Lena Muschik hat sie einen Schlaglicht-Beitrag zur diesjährigen Hauptausgabe von "Wissenschaft weltoffen" verfasst, in dem die Mobilitäts- und Karrierepläne von internationalen Promovierenden in Deutschland analysiert werden. Im Interview erläutert sie, wie sie dabei genau vorgegangen sind, welches aus ihrer Sicht die wichtigsten und überraschendsten Befunde der Analyse waren und welche praktischen Schlussfolgerungen sich hieraus für die Hochschulen und die Hochschulpolitik in Deutschland ableiten lassen.
Einer der Schlaglicht-Beiträge der diesjährigen Hauptausgabe von „Wissenschaft weltoffen“ befasst sich mit den Auswirkungen exogener Schocks auf die internationale Wissenschaftlermobilität. Im Interview mit uns erklärt Autor Dr. Andrey Lovakov, Postdoktorand am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), welche Daten er für diese Analyse ausgewertet hat, was aus seiner Sicht die wichtigsten und überraschendsten Befunde sind und welche praktischen Schlussfolgerungen sich daraus für die Zukunft ziehen lassen.
Julia Wiethüchter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Münster am Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung. Vor Kurzem hat sie ihre Dissertation zum Thema "Epistemische Ungerechtigkeit in Nord-Süd Forschungskooperationen für nachhaltige Entwicklung" erfolgreich abgeschlossen. Im Interview erläutert sie den Begriff der epistemischen Gerechtigkeit und den Anlass, sich hiermit wissenschaftlich zu beschäftigen, die Forschungsfragen und Methodik ihrer Untersuchung sowie deren Befunde und mögliche Empfehlungen, die sich hieraus ergeben.
Internationale Studierende in Deutschland blicken zu großen Teilen optimistisch auf ihre berufliche Zukunft. Der DAAD hat dazu mehr als 20.000 von ihnen an über 130 deutschen Hochschulen befragt. Zwei Drittel planen, nach dem Studium in Deutschland zu bleiben –in den Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Informatik…
Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Auftrag gegeben wurde, untersucht erstmalig umfassend den wirtschaftlichen Einfluss internationaler Studierender von Studienbeginn bis zur Rente. Es zeigt sich, dass die rund 80.000 internationalen Studierenden, die ihr Studium mit Abschlussabsicht 2022 begonnen haben, im Laufe ihres Lebens knapp 15,5 Milliarden Euro mehr an Steuern und Abgaben zahlen, als sie Leistungen vom deutschen Staat erhalten. Laut der IW-Studie rentieren sich Investitionen in internationale Studierende für Deutschland schon nach wenigen Jahren: Bleiben 40 Prozent eines Jahrgangs nach dem Studium im Land, decken ihre Steuern und Abgaben bereits drei Jahre nach Studienende die hochschulischen Ausbildungskosten. Im Interview erläutert Studienautor Herr Dr. Wido Geis-Thöne wie die Befunde in die bisherige nationale und internationale Forschung zu diesem Thema einzuordnen sind, sowie welchen Beitrag Politik, Hochschulen und Unternehmen leisten können, um internationale Studierende besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren und als Fachkräfte in Deutschland zu halten.
Dr. Torger Möller und Philippe Dittmann sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Gemeinsam haben sie eine Studie durchgeführt, die die Wirkung der DAAD-Graduiertenförderung anhand des Publikationen der (ehemaligen) DAAD-Geförderten untersucht. Im Interview erläutern sie, wie sie dabei methodisch vorgegangen sind, was aus ihrer Sicht die zentralen Befunde der Studie sind und welche praxisrelevanten Empfehlungen sich hieraus für den DAAD und andere Förderorganisationen ableiten lassen.
Ende Februar wurde das jährliche “Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands” der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) – kurz: EFI-Gutachten – veröffentlicht. Unter den vier darin behandelten “Kernthemen” findet sich auch das Kapitel “Internationale Mobilität im Wissenschafts- und Innovationssystem”, das von den Kommissionsmitgliedern Prof. Dr. Guido Bünstorf (Universität Kassel) und Prof. Dr. Carolin Häussler (Universität Passau) betreut wurde. Im Interview erläutern sie ihre methodische Vorgehensweise, zentrale Befunde der Analyse sowie die praktischen Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen, die sich aus ihrer Sicht hieraus ergeben.
Wie können internationale Nachwuchsforschende in Deutschland bei Ihrem Weg zur Professur in Zukunft besser unterstützt werden? Dieser Frage ist das vom DAAD mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt „Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen: Von der Postdoc-Phase zur Professur" (InWiDeHo) nachgegangen. Dr. Susanne Jaudzims und Dr. Axel Oberschelp vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) haben das Projekt gemeinsam durchgeführt. Im Interview berichten Sie, was der Anlass für die Untersuchung war, was aus ihrer Sicht die zentralen Befunde hierbei waren und welche Schlussfolgerungen sich hieraus für die Hochschulpraxis ergeben.