Vor genau einem Jahr wurde Donald Trump zum zweiten Mal als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ins Amt eingeschworen. Welche Auswirkungen hat die Politik seiner Regierung seitdem auf die Hochschul- und Wissenschaftssystem der USA gehabt? Sind die Vorwürfe, Hochschule wie die Harvard University gingen nicht ausreichend gegen antisemitische Aktivitäten auf ihrem Campus vor, gerechtfertigt? Und wie wirkt sich die zweite Amtszeit Donald Trumps ganz konkret auf die Arbeit von internationalen Forschenden an Hochschulen in den USA aus? Diese Fragen haben wir mit dem deutschen Harvard-Forscher Mathias Risse besprochen, Professor für Menschenrechte und Philosophie sowie Direktor des Carr-Ryan-Zentrums für Menschenrechte an der Harvard University.
Heute wurde die 25. Hauptausgabe von Wissenschaft weltoffen veröffentlicht. Seit Ende 2024 wird die vom DAAD und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) gemeinsam herausgegebenen Publikation auf Seiten des DZHW von Dr. Nicolai Netz betreut. Im Interview spricht er über seine wichtigsten Learnings seit dem Einstieg bei Wissenschaft weltoffen, die zentralen Stärken des Projekts aus Sicht seiner Zielgruppen und die wichtigsten Befunde und Neuerungen, die mit der der Veröffentlichung der diesjährigen Hauptausgabe verbunden sind.
Das Praxisprogramm „Fishing for Experience“, das im Career Center der Technischen Universität Hamburg (TUHH) angesiedelt ist, bringt Studierende mit attraktiven Unternehmen der Metropolregion Hamburg zusammen. Dazu zählen namhafte Konzerne, mittelständische „Hidden Champions“ und kreative Start-ups. Doch was macht das Praxisprogramm so spannend für beide Seiten und welche Ziele werden dabei verfolgt? In dem Interview berichten die Projektkoordinatorinnen Frauke Kasting und Katrin Fimpel von der TUHH über den Ablauf des Programms und geben Einblicke in laufende Projekte.
Im Wintersemester 2023/24 hat der DAAD zum zweiten Mal eine Studierendenbefragung im Rahmen des Projekts "Benchmark internationale Hochschule" (BintHo) durchgeführt, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wird. Die Befragung fand an 132 Hochschulen in allen 16 Bundesländern statt, insgesamt nahmen rund 116.000 Studierende daran teil, darunter etwa 95.000 inländische und 21.000 internationale Studierende. Die erste BintHo-Befragung hatte im Wintersemester 2020/21 stattgefunden. Im Interview berichtet Projektleiter Dr. Jan Kercher von zentralen Befunden der Befragung.
Internationale Studierende in Deutschland blicken zu großen Teilen optimistisch auf ihre berufliche Zukunft. Der DAAD hat dazu mehr als 20.000 von ihnen an über 130 deutschen Hochschulen befragt. Zwei Drittel planen, nach dem Studium in Deutschland zu bleiben –in den Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Informatik…
Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Auftrag gegeben wurde, untersucht erstmalig umfassend den wirtschaftlichen Einfluss internationaler Studierender von Studienbeginn bis zur Rente. Es zeigt sich, dass die rund 80.000 internationalen Studierenden, die ihr Studium mit Abschlussabsicht 2022 begonnen haben, im Laufe ihres Lebens knapp 15,5 Milliarden Euro mehr an Steuern und Abgaben zahlen, als sie Leistungen vom deutschen Staat erhalten. Laut der IW-Studie rentieren sich Investitionen in internationale Studierende für Deutschland schon nach wenigen Jahren: Bleiben 40 Prozent eines Jahrgangs nach dem Studium im Land, decken ihre Steuern und Abgaben bereits drei Jahre nach Studienende die hochschulischen Ausbildungskosten. Im Interview erläutert Studienautor Herr Dr. Wido Geis-Thöne wie die Befunde in die bisherige nationale und internationale Forschung zu diesem Thema einzuordnen sind, sowie welchen Beitrag Politik, Hochschulen und Unternehmen leisten können, um internationale Studierende besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren und als Fachkräfte in Deutschland zu halten.
Michael Gritzbach ist Masterstudent in Harvard (Studiengang: Master of Public Administration) und dort auch gewähltes Mitglied im Kennedy School Student Government sowie Vorstand der German American Conference, die sich für den transatlantischen Austausch zwischen Deutschland und den USA einsetzt. Im Interview erläutert er, warum das Studierendenparlament in Harvard gerade jetzt so wichtig ist, wie sich die aktuelle Situation der internationalen Studierenden dort darstellt und was aus seiner Sicht vom Vorwurf der aktuellen US-Regierung zu halten ist, die Universitätsleitung von Harvard sei nicht ausreichend gegen antisemitische Proteste auf dem Campus vorgegangen.
Das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt „Studienkollegs für internationale Studieninteressierte – Studienvorbereitung im Wandel“ (Stukol) wurde im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen, nun wurde die Abschlusspublikation veröffentlicht. Im Interview erläutern die beiden Auto-rinnen Rocio Ramirez und Olivia Laska vom Institut für Hochschulforschung an der Martin- Luther-Universität Halle Wittenberg, warum die Studienvorbereitung von internationalen Studierenden in Deutschland wichtig ist, welche Angebote den Studierenden neben den staatlichen Studienkollegs zur Verfügung stehen und wie sich das deutsche System der Studienvorbereitung von anderen Ländern unterscheidet.
Dr. Tim Rottleb und Dr. Marc Schulze waren kürzlich in der DAAD-Wissenschaftswerkstatt zu Gast und präsentierten Forschungsergebnisse aus ihrer Studie „Germany’s international branch campuses: neoliberalising the Humboldtian university through the backdoor?“, die sie gemeinsam mit Prof. Dr. Jana M. Kleibert durchgeführt haben. In diesem Interview…
Dr. Sascha Krannich war kürzlich in der DAAD-Wissenschaftswerkstatt zu Gast und präsentierte Forschungsergebnisse aus seiner Studie „Should they stay or should they go? A case study on international students in Germany“. In diesem Interview erläutert Dr. Krannich die wesentlichen Erkenntnisse der Studie, in der festgestellt wurde, dass internationale Studierende aus dem Globalen Süden durch ihr Studium in Deutschland signifikante Entwicklungsbeiträge für ihre Herkunftsländer leisten können.