Dr. Jenny Nenoff ist Referentin im Referat „Nachhaltigkeit und Diversität“ (S13) des DAAD und dort u.a. für die fachliche und organisatorische Begleitung der DAAD-Diversitätsagenda zuständig. In diesem Rahmen verantwortete sie auch die Erstellung eines Sonderberichts zur zweiten BintHo-Studierendenbefragung des DAAD im Wintersemester 2023/24, Titel: „Studierendenmobilität gestalten: Wie Diversitätsdimensionen und das Mobilitätsverhalten von Studierenden zusammenhängen“, die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Im Interview mit uns erläutert sie den konkreten Anlass für die Sonderauswertung, deren wichtigste und überraschendste Befunde sowie die praktischen Schlussfolgerungen für Hochschulen, Hochschulpolitik und Förderorganisationen, die sich hieraus ableiten lassen.
In den letzten 15 Jahren haben sich die Zugangswege internationaler Studieninteressierter ohne direkte Hochschulzugangsberechtigung zum grundständigen Studium in Deutschland deutlich ausdifferenziert. In mehreren Bundesländern besteht inzwischen die Möglichkeit, eigene Zugangsverfahren umzusetzen. Ein vom DAAD mit Mitteln des BMFTR finanziertes Forschungsprojekt Forschungsprojekt des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg nimmt diese wachsende Vielfalt nun in den Blick. Im Interview mit uns erläutert Projektleiterin Rocio Ramirez, wie sie und ihre Kollegin Christiane Arndt dabei methodisch vorgehen, wie hochschuleigene Zugangsverfahren für internationale Studierende in Deutschland und anderen wichtigen Gastländern geregelt sind und welche Chancen und Herausforderungen sich aus diesen Verfahren für deutsche Hochschulen ergeben.
Unter welchen Bedingungen befürworten Wähler in westlichen Demokratien eine höhere Einwanderungsquote? Wie kann Unterstützung für eine zuwanderungsfreundliche Politik gewonnen werden? In seinem kürzlich erschienenen Buch „In Our Interest: How Democracies Can Make Immigration Popular“ argumentiert Alexander Kustov, Professor für Migrationsforschung an der US-amerikanischen University of Notre Dame, dass eine Verdeutlichung der Vorteile, die Zuwanderung für die Gesamtbevölkerung mit sich bringt, zu einer höheren Akzeptanz führen kann. Kustov liefert damit eine neue, optimistische Perspektive auf die Zukunft einer zuwanderungsfreundlicheren Politik. In unserem Interview mit ihm sprechen wir über den Anlass und die Ziele seines Buches, die wichtigsten Befunde seiner Analysen und die mögliche zukünftige Entwicklung der öffentlichen Meinung und der politischen Stimmungslage im Bereich Migrationspolitik.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat bereits zum dritten Mal seit 2015 eine repräsentative Umfrage unter Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte durchgeführt, um deren Einstellungen zu Religion und Religiosität, zum Leben in Deutschland sowie zu verschiedenen politischen Themen im Zeitverlauf untersuchen zu können. Im zweiten Interview zur aktuellen Befragung von 2024/25 sprechen wir mit Dr. Jochen Roose, Referent für Wahl- und Sozialforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, über die von ihm verantwortete Fokusanalyse zu den Vorstellungen zum Zusammenleben von Zugewanderten und Einheimischen, die hierbei betrachteten Befragtengruppen sowie die praktischen Schlussfolgerungen, die sich aus seiner Sicht auf Basis dieser Befunde für Gesellschaft und Politik in Deutschland ergeben.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat bereits zum dritten Mal seit 2015 eine repräsentative Umfrage unter Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte durchgeführt, um deren Einstellungen zu Religion und Religiosität, zum Leben in Deutschland sowie zu verschiedenen politischen Themen im Zeitverlauf untersuchen zu können. Im Interview sprechen wir mit Dr. Sabine Pokorny, Referentin Wahl- und Sozialforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, über den Anlass und die Ziele dieser Befragungen und der darauf basierenden Analysen, zentrale Befunde der aktuellen Befragungsrunde sowie die praktischen Schlussfolgerungen, die sich aus ihrer Sicht auf Basis dieser Befunde ergeben.
Die neue Kompaktausgabe von Wissenschaft weltoffen wurde in diesem Jahr etwas später als gewohnt veröffentlicht, da Aufbau und Inhalt der Publikation von den verantwortlichen Projektpartnern, DAAD und DZHW, grundlegend überarbeitet wurden. Im Interview erläutert Naomi Knüttgen, eine der beiden Projektleitenden beim DAAD, welche Änderungen der Relaunch konkret umfasst, wie sich Haupt- und Kompaktausgabe von Wissenschaft weltoffen zueinander verhalten und welche Daten der neuen Kompaktausgabe aus ihrer Sicht besonders bemerkenswert sind.
Wie lassen sich die Trends und Herausforderungen im Zusammenhang mit internationalen Studierenden in wichtigen Aufnahmeländern wie Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich vergleichen? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es bei den politischen Maßnahmen zur Förderung der Mobilität internationaler Studierender? Dies sind die Themen einer aktuellen OECD-Publikation, die von Matej Bílik, Politikanalyst im OECD-Team für Hochschulpolitik, verfasst wurde. In unserem Interview mit ihm sprechen wir über allgemeine Merkmale der sechs in der Analyse berücksichtigten Länder, wichtige Trends und Herausforderungen bei der Mobilität internationaler Studierender sowie wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den nationalen politischen Maßnahmen zur Gewinnung internationaler Studierender.
Wie können Tools und Angebote zur digitalen Studienvorbereitung die Internationalisierung der Hochschulen unterstützen? Und welche Herausforderungen ergeben sich hierbei aus Sicht der Hochschulen? Mit diesen Fragen befasste sich eine Onlinebefragung des DAAD unter Hochschulmitarbeitenden, deren Befunde nun in der Publikationsreihe "DAAD Forschung kompakt" veröffentlicht wurden. Verfasst wurde die Publikation von Dr. Melanie Brück, Referentin und Teamleiterin im Digitalisierungsreferat des DAAD, die die Befragung auch betreut und ausgewertet hat. Im Interview mit uns erläutert sie den Anlass und die Methodik der Befragung, deren wichtigste Befunde sowie die Handlungsempfehlungen, die sich hieraus für Hochschulen ableiten lassen.
Wie lange muss man bei einer deutschen Auslandsvertretung auf einen Termin für die Beantragung eines Visums warten? Wie groß fallen dabei die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern aus, in denen das Visum beantragt werden soll? Und wie lassen sich diese Unterschiede erklären? Mit diesen Fragen befasst sich die aktuelle Analyse einer Forschungsgruppe um Emanuel Deutschmann, Juniorprofessor für soziologische Theorie an der Europa-Universität Flensburg und Associate am Migration Policy Centre des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz. Im Interview erläutert er, was der Anlass für die Fragestellung der Untersuchung war, wie das Forschungsteam dabei methodisch vorgegangen ist, welches aus seiner Sicht die wichtigsten Befunde der Analyse sind und ob sich diese Befunde auch auf andere Länder übertragen lassen.
Andreas Genoni ist Soziologe und arbeitet am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Deutschland. Kürzlich hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Didier Ruedin eine Analyse mit dem Titel „When expectations backfire: Unmet migration expectations and changes in the destination attachment of recent immigrants to Switzerland“ veröffentlicht. Hierin untersuchen die beiden Autoren den Zusammenhang zwischen den Erwartungen von Zugewanderten an die Schweiz als Einwanderungsland und die emotionale Bindung dieser Personen an die Schweiz im Zeitverlauf. Im Interview mit uns erläutert Andreas Genoni, was es mit dem hierbei wichtigen „Integrationsparadox“ auf sich hat, was aus seiner Sicht die zentralen Befunde der Analyse sind und welche Schlussfolgerungen man hieraus für die politische Praxis ziehen kann.